17.04.2026

Ausbildungsabbruch: Soziale Herkunft entscheidet über langfristige Einkommensnachteile

Eine abgebrochene Berufsausbildung hat für junge Menschen aus benachteiligten Familien besonders gravierende finanzielle Folgen. 

Wer ohne familiäre Unterstützung und Netzwerke auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen muss, leidet oft ein Leben lang unter den Konsequenzen – während privilegiertere Jugendliche solche Rückschläge leichter ausgleichen können. Das zeigt eine Studie der Universitäten Bielefeld und Bamberg, des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Schwedischen Instituts für Sozialforschung (SOFI). Junge Menschen, die in einem Haushalt mit mindestens einer Person ohne formalen Bildungsabschluss aufwachsen und ihre Ausbildung nicht abschließen, verdienen im Schnitt 46,5 Prozent weniger als Personen mit Ausbildungsabschluss. Über zehn Jahre summiert sich dieser Nachteil auf rund 71.000 Euro. Für Jugendliche aus privilegierteren Familien zeigt sich dagegen kein nennenswerter Einkommensverlust.

Frühzeitige Unterstützung und gezielte Fördermaßnahmen können helfen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden oder deren Folgen abzumildern. Besonders für sozial benachteiligte Jugendliche sind berufliche Abschlüsse ein zentraler Schutz vor langfristiger finanzieller Unsicherheit. Sorgen Sie frühzeitig für die finanzielle Sicherheit Ihrer Kinder vor. Wir beraten Sie dazu gerne.