09.06.2026

Zahl der offenen Stellen gesunken

Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im ersten Quartal 2026 auf 1,15 Millionen gesunken, während die Arbeitslosen-Stellen-Relation weiter angestiegen ist. 

Die Arbeitskräftenachfrage stagniert weiterhin auf niedrigem Niveau, wie aus der IAB-Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervorgeht. In Westdeutschland lagen die offenen Stellen bei 919.000, in Ostdeutschland bei 234.200. Rund 79 Prozent dieser Stellen waren sofort zu besetzen, also bereits unbesetzt. Bundesweit kamen auf 100 ausgeschriebene Stellen durchschnittlich 264 arbeitslos gemeldete Personen. Dies sind 13 Arbeitslose mehr als im Vorjahresquartal und 33 mehr als im Vorquartal. Der Anstieg der Arbeitslosen-Stellen-Relation ist sowohl auf den Rückgang der offenen Stellen als auch auf eine gestiegene Zahl von Arbeitslosen zurückzuführen.

In Ostdeutschland lag die Relation bei 301, in Westdeutschland bei 254 arbeitslos gemeldeten Personen pro 100 offene Stellen. Ein hoher Wert dieser Relation erleichtert es Arbeitgebern, offene Stellen zu besetzen, erschwert jedoch gleichzeitig die Jobsuche für Arbeitsuchende. 

Für Verbraucher:innen ist diese Entwicklung insbesondere im Kontext von Arbeitslosen- und Berufsunfähigkeitsversicherungen relevant. Ein schwacher Arbeitsmarkt mit hohen Passungsproblemen kann das Risiko von Arbeitslosigkeit oder berufsbedingten Einschränkungen erhöhen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer ausreichenden Absicherung durch entsprechende Versicherungen, um finanzielle Risiken abzufedern.