Demenzprävention: Hör- und Sehgesundheit als unterschätzte Risikofaktoren
Unbehandelte Hör- und Sehprobleme können das Demenzrisiko erhöhen. Die Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) erklärt, warum frühzeitige Diagnose und Behandlung wichtig sind – und wie Verbraucher selbst vorbeugen können.
Hören und Sehen verbinden uns mit der Welt und halten das Gehirn aktiv. Unbehandelte Schwerhörigkeit gilt bereits seit Längerem als wichtiger Risikofaktor für Demenzerkrankungen wie Alzheimer. Seit dem Bericht der Lancet Commission 2024 rückt auch unbehandelter Sehverlust stärker in den Fokus. Weltweit könnten theoretisch rund 45 Prozent der Demenzfälle verzögert oder verhindert werden, wenn die 14 identifizierten modifizierbaren Risikofaktoren gezielt angegangen würden.
Unbehandelte Hör- und Sehprobleme führen oft dazu, dass Betroffene weniger Reize aufnehmen und sich aus sozialen Aktivitäten zurückziehen. Dies verringert die geistige Aktivität und soziale Teilhabe – beides Faktoren, die für die Gehirngesundheit entscheidend sind. Altersbedingter Hörverlust und nachlassende Sehkraft sind häufig, doch viele zögern, sich Hilfe zu suchen. Dabei können Hörgeräte oder Sehhilfen die Lebensqualität deutlich verbessern und das Demenzrisiko senken. Eine regelmäßige Vorsorge kann helfen, Risiken zu identifizieren und frühzeitig zu behandeln.


