Demenzkosten in Europa stark belastend – informelle Pflege als Haupttreiber
Eine umfassende Studie beleuchtet die wirtschaftlichen Folgen von Demenz in hochentwickelten europäischen Ländern. Die größte Kostenstelle ist die informelle Pflege durch Angehörige und private Pflegeunterstützung.
Eine internationale Forschergruppe hat 45 Studien zu den gesellschaftlichen Kosten von Demenz in Europa ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen jährliche Gesamtkosten von rund 221,4 Milliarden Euro, entsprechend durchschnittlich 25.218 Euro pro Patient:in. Knapp über die Hälfte der Kosten entfällt auf informelle Pflege durch Familie, Freunde oder Nachbarn. Direkte medizinische Leistungen machen rund 42 Prozent aus. Indirekte Kosten wie Produktivitätsverluste durch Frühverrentung spielen eine untergeordnete Rolle.
Die Autoren plädieren dafür, Demenz nicht nur medizinisch, sondern auch gesellschaftlich zu berücksicht: Prävention, frühere Diagnosen und stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger könnten Belastungen deutlich reduzieren.
Die Belastung durch häusliche Pflege wird oft privat getragen. Das kann zu großen finanziellen Belastungen führen. Wir beraten Sie gerne zu Versicherungslösungen, um im Pflegefall nicht auch noch in die Armutsfalle zu tappen.


