15.09.2026

Auswirkungen einer kürzeren Arbeitslosengeld-Bezugsdauern umstritten

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet 2026 mit einem Defizit von rund 10 Mrd. Euro. Vorschläge zur Kürzung der Bezugsdauer für Ältere könnten Kosten senken, stoßen aber auf Kritik.

Die BA sieht 2026 ein finanzielles Defizit von nahezu 10 Milliarden Euro in der Arbeitslosenversicherung. Diskutiert werden Reformen, darunter verkürzte Bezugsdauern für ältere Arbeitslose. Derzeit variieren die Bezugszeiträume je nach Alter: bis zu 12 Monate (unter 49), bis zu 24 Monate (ab 58). Modellrechnungen zeigen Einsparpotenziale: Kürzungen auf 12, 15 oder 18 Monate hätten theoretisch Rückgänge der Ausgaben um 13, acht bzw. vier Prozent ermöglicht. Dennoch betonen Experten, dass längere Bezugsdauern in Krisenzeiten soziale Absicherung und Gleichgewicht zwischen Gerechtigkeit und Wohlfahrt berücksichtigen müssen. Maßnahmen könnten auch Mindereinnahmen bei der Rentenversicherung und Mehrkosten der Grundsicherung nach sich ziehen. 

Wie sorgen Sie für finanzielle Ausnahmesituationen vor? Wir beraten Sie dazu gerne.