20.10.2026

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute

Je schneller die Blutversorgung im Gehirn wiederhergestellt wird, desto größer ist die Chance, bleibende Schäden zu verhindern.

Bei einem sogenannten ischämischen Schlaganfall verstopft ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß im Gehirn. Dadurch erhalten Teile des Gehirns zu wenig Sauerstoff. Die Ärztinnen und Ärzte versuchen dann, das Gerinnsel mit Medikamenten aufzulösen. Bei größeren oder besonders schwer erreichbaren Gerinnseln wird ein dünner Schlauch, ein sogenannter Katheter, in das Gefäß eingeführt. Mit diesem Katheter wird das Gerinnsel entfernt. 

Für Betroffene und Angehörige bleibt entscheidend, bei Anzeichen eines Schlaganfalls sofort den Rettungsdienst unter 112 zu rufen. Die akute Behandlung wird in Deutschland normalerweise von der Krankenversicherung bezahlt. Danach können jedoch weitere Kosten entstehen, zum Beispiel für Rehabilitation, Pflege, Hilfsmittel oder Umbauten in der Wohnung. Je nach Situation können dabei Leistungen der Pflegeversicherung oder eine private Pflegezusatzversicherung unterstützen.